Bundesgrüßaugust

ANLASS: Im Fressenbuch fand sich ein Seiten-Administrator emotional genötigt, mich unpersönlich zu befragen, warum die Wortwahl »Bundesgrüßaugust« für das pariteiokratisch ausgemauschelte Abschiebepöstchen für Alt-Polity, denn ernsthaft zu benutzen sei.

Quelle: https://www.facebook.com/groups/202710594354041/posts/664026274889135/


ANTWORT:

OK. Können wir uns bei der Bezeichnung auf »historisch-zufälliges protokollarisches Überbleibsel« einigen? Ein Überbleibsel aus einer Zeit, die bei Menschen, die in der Moderne angekommen sind, schon länger vorbei ist.

Das mit dem »ernsthaft/ernst« als Vokabular, kenne ich aus der Abmahnszene. Und habe es ernstlich bei mir übernommen. Was nicht heißt, dass ich des deshalb in jedem Falle ernst nehme.

Der Volkssport besteht meinerseits darin Auswüchse und alte Zöpfe anzuprangern. Ich bin der festen Ansicht, dass dazu ein Wortwahl-Scharfschliff aus der Schockwerbung nötig. Die Saartiere benutzt ähnliche theatralischen Übertreibungen um in der reizüberflutenden Alltäglichkeit der Werktätigkeit einen emotionalen Haken zu setzen.

Schockwerbung

Zur Antwort der Hauptfrage: In dem Falle habe ich mit dem letzten Satz die Bedeutungsarmut und Abschaffbarkeit dieses historisch-zufälligen Überbleibsels skizziert.

Innerpsychisch geht mir die groteske Veränderungsresistenz in diesem unserem Lande grässlich auf die Nerven.

Aber immerhin ist die Spiegel-Amigo-Schwarzgeld-Ehrenwort-Affären Kanzlerwahl-Partei »Club Deutscher Unternehmer« (CDU) für einige Zeit außen vor.

Ich hoffe, damit die erfreulicherweise noch vorhandene Neugierte in angenehmer Breite, wenngleich nicht in der dimensionalen Tiefe, befriedigt zu haben.

Und danke dafür, einen Anlass gehabt zu haben, meine Gedanken ordnen zu dürfen.

Ein Heißgetränk gefällig?

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